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Die Transparenz in der seo Branche … ein Bildungsdefizit?

Wer sich in der “eigentlich” recht überschaubaren Szene nicht auskennt, kann leider nicht nachvollziehen, wie das Angebot am Markt der Suchmaschinenoptimierung (SEO) einzuordnen ist. Obwohl viele Unternehmen mittlerweile für sich herausgefunden haben, dass SEO eine unumgängliche Disziplin des Online Marketings ist, fällt es ihnen nicht selten ziemlich schwer, eine geeignete Partner-Agentur zu finden.

Man muss sich selbst intensivst mit dem Thema auseinandersetzen und es reicht nicht, sich von dem erstbesten Anbieter überzeugen zu lassen. Leider gibt es für den Nichtwissenden eine unglaublich große Anzahl von seoAgenturen, die so ziemlich alles versprechen. Ich selbst habe Unternehmer erlebt, die aufgrund der Intransparenz der “seo-Geheimniswelt” und Überflutung von seo-Angeboten sich darin flüchteten: “Was ich nicht verstehe, lasse ich lieber ganz!” Sicherlich nachvollziehbar, aber nicht schlau, sofern man auch noch ein “online-Geschäft” betreibt.

Das Problem liegt darin, dass der Markt, auch wenn er im Prinzip schon ein gutes Jahrzehnt existiert, viel zu jung ist und es eigentlich nur sehr wenige gibt, die sich damit wirklich auskennen. Ich habe es hier im letzten Artikel bereits angerissen, wie man SEO wird bzw. auf den Artikel von Alexander Sczakiel verwiesen. Also diejenigen, die von Anfang an mittels “Tüffteln an eigenen Projekten” der Algorithmus-Welt von Google so nah wie möglich gekommen sind, haben unumstritten das beste Know-how, insbesondere bei Erreichen “nachhaltiger Erstplatzierungen” – seo-Routine ist das Stichwort.

Was aber immer noch den meisten nicht bekannt ist, dass sie von vielen seoAgenturen massiv getäuscht und mit  unsauberen seoPraktiken abgespeist werden. Es gibt immer noch Anbieter, die die Möglichkeiten haben, als unseriöser Dienstleister unentdeckt zu bleiben und einfach Referenzen vortäuschen, die sie gar nicht haben.

Seröse Anbieter sind sich einig: Transparenz muss her. Die seo-Experten beschäftigen sich schon “etwas” länger damit und versuchen, die  “White-Hat”-Liste per Zertfikat zu deklarieren. Allerdings tut sie sich bis heute dennoch schwer damit und eine einheitliche Lösung scheint auch kurzfristig nicht gegeben zu sein. Marcus Tandler, einer der seo-Gurus, bringt es in seinem Artikel “Mehr Transparenz in der SEO Branche (?)” bestens auf den Punkt:

transparenz“… Aber das ist nicht das schlimme, sondern vielmehr die Tatsache, dass es viel zu viele SEO-Agenturen da draußen gibt, die einfach nen absolut beschissenen Job machen! Es scheint so, als wäre das Geschäftsmodell “SEO Agentur” gerade deswegen so in Mode derzeit, da man sich hinter dem Deckmäntelchen der Verschwiegenheit verstecken, und immer wieder auf die Schwierigkeiten der “SEO Geheimwissenschaft” berufen kann. Derzeit sprießen extrem viel neue SEO Agenturen aus dem Boden, die aber scheinbar nur aus einem SEO, 2 billigen Praktikanten und einem 20-köpfigen Callcenter bestehen, die wild Kaltaquise betreiben, und mit Billigmasche auf Kundenfang gehen…”

Nur wie und wo sollen sich denn nun die Unwissenden orientieren? Wie bekommen sie den richtigen Partner oder finden ihren goldenen seo-Weg? Ich finde es gut, dass die Branche sich logischerweise selbst dazu zwingt,  für ein Reglement zu sorgen und sich im Sinne der Kunden da draußen für ein ehrliches Geschäft einsetzt.

Das BVDW SEO Zertifikat ist schon mal ein Anfang, allerdings ausgerechnet für viele in der Szene anerkannten seo-Profis, die eher klein organisiert sind, das Problem beinhaltet, die einzelnen Aufnahmekriterien zu erfüllen:

“Es sind ja in dieser Branche meist eher die Zwei-Mann-SEO-Buden, und nicht die großen Agenturen, die das beste SEO Handwerk an den Tag legen. Die Grundidee eines unabhängigen (!) SEO Zertifikats finde ich sehr gut, aber mir ist bewußt, dass sich so etwas nur äußerst schwer realisieren lässt. Der erste Ansatz wäre wohl ein aufgeklärter Kunde,…” fügt Mediadonis dem hinzu.

Meiner Meinung ist genau das der Punkt: “ein aufgeklärter Kunde”. Nur wer sorgt für diese Aufklärungs- bzw. Ausbildungsarbeit beim Kunden, damit die notwendigen Gesetze der Transparenz  ihre Durchschlagskarft erhalten? Der BVDW, die seo-Gurus oder jeder Unternehmer selbst?

Comments (1)

 

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